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VRF-Anlagen mit Wärmerückgewinnung

VRF-Anlagen basieren auf einem variablen Kältemittelstrom (variable refrigerant flow), daher haben sie ihren Namen. Der Wärmetransport erfolgt aus der Umgebung über eine Kältemaschine bis an die Außenluft, wobei ein Kältemittel zum Einsatz kommt.


Vorteile und Bauart von VRF-Anlagen

Durch die Verwendung des Kältemittels kommen VRF-Anlagen mit wesentlich kleineren Rohrdurchmessern als vergleichbare Anlagen mit Wasser aus. In der Regel kommen verlötete Kupferrohre zum Einsatz, die bauartlich sehr flexibel sind. Bei VRF-Anlagen sind alle angeschlossenen Räume über die verwendeten Geräte separat in der Temperatur regelbar. Die Anlage erzeugt auch Kälte über eine Drehzahl-geregelte Kältemaschine, sie können daher als Klimaanlagen heizen oder kühlen. Weiteren Heizungseinrichtungen oder Klimaanlagen sind nicht erforderlich. Die junge Technologie wird in Deutschland und Europa gern genutzt. Das Konzept wird bezüglich seiner Leistung und Flexibilität durch Planer und Architekten, Klimafachbetriebe und Betreiber sehr geschätzt.


Simultanes Heizen und Kühlen mit VRF-Anlagen (3-Leiter-System)

Die Fähigkeit von VRF-Anlagen zur Wärmerückgewinnung wird für simultanes Heizen und Kühlen in einem Gebäude genutzt. Die Anlage entzieht beispielsweise zu kühlenden Räumen auf der Südseite eines Gebäudes die Wärme und führt sie den Räumen auf der Nord- und Westseite sowie dem Keller zu. Weitere Anwendungen sind beispielsweise:

  • In Ausstellungsräumen laufen Fernsehgeräte, die Wärme produzieren. Diese Abwärme kann durch eine VRF-Anlage für Türluftschleier genutzt werden.
  • In Serverräumen produzieren Rechnerfarmen viel Wärme, die zum Heizen von Büroräume verwendet wird.
  • Auch kleine Temperaturdifferenzen lassen sich effizient verwerten: Bei einer Außentemperatur von 22 °C wünscht ein Gast in einem Hotel eine Innentemperatur von 20 °C, sein Raum wird mit der VRF-Anlage leicht gekühlt. Ein anderer Gast möchte sich bei 24 °C wohlfühlen und erhält daher die entzogene Abwärme von Gast Nummer 1 für seine Heizung.Mehrmodulsystem für die Regelung der VRF-Anlage


 

Über ein Mehrmodulsystem können Nutzer die Leistungen an verschiedenen Stellen des Gebäudes unabhängig voneinander regeln. Dazu dienen zum Beispiel zwei Lüfter, zwei Scroll-Verdichter und zwei Wärmeaustauscher. Die Anpassung ermöglicht es, in jedem Raum die ideale Temperatur mit sehr effizientem Einsatz von Energie einzustellen. Gute VRF-Anlagen ermöglichen den vergleichsweise verlustarmen Wärmetransport über Leitungen bis zu einer Länge von 1.000 Metern. Die ökologische Bilanz ist hervorragend, es können im Nicht-Wohnbereich bis zu 50 % CO₂ gegenüber herkömmlichen Heiz- und Klimasystemen eingespart werden.